Die perfekte Planung des Badezimmers

Das Badezimmer wird zu einem immer wichtigeren Refugium innerhalb der eigenen vier Wände. Inzwischen ist das Badezimmer von einem bloßen Nutzraum zu einem Ort geworden, an dem man sich wohl fühlt und viel Zeit verbringen kann. Um dieses Gefühl zu erreichen, geben wir Ihnen hier ein paar Tipps, was derzeit bei der Gestaltung des Badezimmers im Trend liegt.

Raumzuordnung

In älteren Häusern befindet sich das Bad oftmals irgendwo in der Mitte eines Hauses, wo es nicht viel Platz wegnimmt. Inzwischen wird das Bad lieber an eine der Außenwände gelegt. Dies hat vor allem den Vorteil, dass Tageslicht in das Bad strömt und eine natürliche Lüftung möglich ist.

Meistens ist das Bad an das Schlafzimmer angegliedert. Sie liegen voll im Trend, wenn Sie das Bad zu einem Teil Ihres Schlafzimmers machen, es also nur durch Vorhänge oder sehr dünne Lamellenwände abtrennen. So erhalten Sie einen gegliederten Großraum. Das Ziel dieser Zusammenlegung besteht darin, das Badezimmer an einen Raum anzugliedern, der traditionell als Ort des Wohlfühlens wahrgenommen wird, und so das Badezimmer von seinem Status als bloßem Nutzraum zu befreien.

Raumarchitektur

Heute sind die meisten Badezimmer noch sehr klein. Der Trend geht klar zu großen Badezimmern, die dann durch das Mehr an Platz natürlich auch mehr Gestaltungsmöglichkeiten bieten.

Raumgliederung

Voll im Trend liegt die Raumtrennung zwischen Ruhepolen und Aktivposten. Die Umgebung der Waschbecken mit Schmink- und Pflegeutensilien oder Toiletten wird heute gerne mit einer Metall- oder Glaswand von dem Bereich abgetrennt, der der Ruhe und Erholung gilt, also in der Regel von Badewanne oder Dusche.

Die Oase der Entspannung können Sie im Sichtbereich eines Fensters anlegen. Dadurch können Sie während des Bades den Blick ins Freie genießen oder sich vom Sonnenlicht bescheinen lassen. Natürlich ist dies nur möglich, wenn das Bad nicht von außen einsehbar ist.

Raumgestaltung

Weniger ist mehr könnte hier die Überschrift lauten. Der Minimalismus hat in deutsche Badezimmer Einzug gehalten. Spielereien und überflüssige Accessoires sind out. Gern wird bei der Einrichtung zwischen modernen und traditionellen Stilen gemixt. Ein vollkommen einheitliches Bad, bei dem zum Beispiel alle Armaturen einem Stil angehören, gilt als unmodern.

Modern ist dagegen eine Wandverkleidung in natürlichem Design, also Natursteinplatten, Putz oder gemasertes Holz. Nicht mehr im Trend liegen gemusterte Fliesen oder kitschige Verzierungen. Wenn Fliesen doch noch verwendet werden, dann in sehr kleinem Format.

Gerne werden Bäder auch unter ein bestimmtes Thema gestellt. Wenn sich das Bad am Thema Wellness orientiert, darf eine große und bequeme Wanne nicht fehlen. Legt man eher auf einen Fitnesscharakter wert, so verzichtet man auf die Wanne und installiert eine großzügige Dusche. Bäder, die unter einem bestimmten Thema stehen, werden als „Riten-Bäder“ bezeichnet.

Sanitärprodukte

Das Waschbecken sollten Sie heute nicht mehr in einen ganzen Waschtisch eingliedern, sondern frei stehen lassen, indem Sie es auf einen in der Wand befestigten Winkel oder Schrank installieren. Den Armaturen wird heute mehr Aufmerksamkeit gewidmet. Hier ist bloße Funktionalität nicht mehr gefragt. Der Ein-Hebel-Wasserhahn ist out, lieber werden heute zwei Hähne für Kalt- und Warmwasser üblicherweise in den Farben Chrom oder Nickel verwendet. Diese Farbgebung findet sich im besten Fall dann auch an Türklinken, Möbelgriffen oder Heizkörpern wieder.

Zu guter Letzt spielt noch der Spiegel eine große Rolle. Spiegel besitzen heute oft die Form eines Fensters. Gerne wird auch die Form des Waschbeckens für den Spiegel adaptiert, so dass die beiden Gegenstände eine optische Einheit bilden.

Ob all diese Trends für Sie durchführbar sind, hängt natürlich auch von Größe und architektonischen Begebenheiten Ihres Badezimmers sowie von der Größe Ihres Geldbeutels ab. Ein topmodernes Badezimmer kann zu einer recht teuren Angelegenheit werden. Nur selten lassen sich alle Trends verwirklichen, es sei denn, Sie sind gerade mitten im Hausbau. Aber auch bei bereits bestehenden Bädern können Sie zumindest einige der Trends recht leicht umsetzen, so dass Ihr Badezimmer modernsten Ansprüchen genügt.