Der Bausparvertrag

Die meisten Menschen träumen davon irgendwann einmal ein eigenes Haus im Grünen zu besitzen. Vor allem junge Paare liebäugeln gerne mit Reihenhäusern oder Doppelhaushälften mit großem Garten für den Nachwuchs. Spielende Kinder im Grünen, eine große Küche und ein eigenes Zimmer für jedes Kind sind immer noch die größten Ziele der Deutschen. Doch das eigene Heim zu finanzieren, ist gar nicht so einfach. Die wenigsten Leute können von ihrer Familie in einem so großen Rahmen finanziell unterstützt werden. Und das eigene Einkommen reicht anfangs wohl auch kaum aus. Wer nicht jahrelang für sein Eigenheim sparen will, muss sich deswegen nach anderen Finanzierungsmöglichkeiten umsehen.

Der Bausparvertrag:

Ein Bausparvertrag ist eine sichere Möglichkeit sich den Traum vom eigenen Eigenheim zu verwirklichen. Es handelt sich dabei um einen Sparvertrag, den der Anleger (Bausparer) mit einer Bausparkasse abschließt. Dabei wird die vereinbarte Bausparsumme zu einem vertraglich festgelegten Prozentsatz angespart. Der Rest des Geldes wird als Bauspardarlehen gewährt. Die Standartlaufzeit beträgt zwischen 15 und 20 Jahren. Die Zinsen werden vertraglich festgelegt und anhand der marktüblichen Zinsen von der Bausparkasse bestimmt.Dabei muss man sich immer vor Augen halten, dass Bausparverträge vielseitig einsetzbar sind. So sind Bausparverträge sowohl für Mieter (Renovierungsausgaben), als auch für die Baufinanzierung oder für Immobilienbesitzer interessant. Natürlich kann ein Bausparvertrag auch als Geldanlage genutzt werden.

Funktionsweise:

Der Bausparvertrag lässt sich grob in drei Phasen unterteilen. In der Sparphase wird das für die Zuteilung notwendige Mindestsparguthaben angesammelt. Dieses beträgt monatlich meistens zwischen 5‰ und 10‰ der Bausparsumme. Als Zuteilungsphase wird der Zeitraum der Auszahlung bezeichnet. Diese erfolgt jedoch nur, wenn alle im Vertrag genannten Voraussetzungen erfüllt wurden. In der letzten Phase – der Darlehensphase – wird das Bauspardarlehen getilgt.

Staatliche Förderung:

Es gibt die Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen eine staatliche Förderung zu erhalten. Als wichtigstes Förderungsprogramm sind die Arbeitnehmersparzulage und die Wohnungsbauzulage zu nennen.

Chancen und Risiken:

Der Bausparvertrag bietet vielen Menschen – gerade jungen Familien – die Möglichkeit sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen. Bausparverträge sind dabei eine sehr sichere Vertragsart, die kaum Risiken in sich birgt. Zu den Vorteilen zählen: niedrige Darlehenszinsen, staatliche Förderprogramme, langfristige Planbarkeit, das Guthaben ist jederzeit verfügbar und der Bausparer entscheidet selbst wie oft, wann und in welcher Höhe er Einzahlungen vornimmt. Bei der Wahl des passenden Bausparvertrags sollten Sie aber auf jeden Fall die verschiedenen Angebote der Bausparkassen miteinander vergleichen. Die Zinsen und Laufzeiten der Verträge unterscheiden sich teils erheblich. Seien Sie der schlaue Fuchs und lassen Sie sich nicht aufs Glatteis führen! Zudem sollten Sie alles sorgfältig durchrechnen und sich im Klaren darüber sein, ob Sie die Zinslast mit ihrem Einkommen selbst tragen können.

Fazit:

Wer sich den Risiken des Bausparvertrags bewusst ist und sich finanziell nicht übernimmt, für den ist der Bausparvertrag Die Möglichkeit sich das eigene Heim zu finanzieren. Gerade junge Pärchen und Familien können sich so den Traum vom eigenen Haus mit Garten erfüllen ohne sich in finanzielle Schwierigkeiten zu bringen. Dabei stellt der Bausparvertrag momentan auf dem Markt die sicherste Möglichkeit dar sich das eigene Häuschen zu finanzieren.