Das Hypothektendarlehen

Wenn es darum geht, eine eigene Immobilie zu bauen oder zu erwerben, können die meisten Menschen dieses Ziel nicht nur aus den eigenen finanziellen Mitteln heraus erreichen. Daher bietet sich für die zukünftigen Immobilienbesitzer an, eine Fremdfinanzierung in Anspruch zu nehmen. Hier gibt es inzwischen einige Möglichkeiten, mit Hilfe welcher Darlehensart man eine Immobilienfinanzierung vornehmen kann. Der in diesem Zusammenhang immer noch am häufigsten genutzte Kredit ist das Hypothekendarlehen.

Dieses wird von den Banken und Sparkassen vergeben und oftmals auch als Annuitätendarlehen oder Grundschuldkredit bezeichnet. Charakteristisch für das Hypothekendarlehen sind unter anderem die lange Laufzeit und die relativ niedrigen Zinsen, wenn man den Kredit mit anderen Darlehensarten vergleicht. Da die Immobilienfinanzierung mit Einschluss des Hypothekendarlehens sehr umfangreich ist, sollte man sich vorher etwas mit dem Thema beschäftigt haben und einen Baufinanzierung Vergleich durchführen.

Angebote, bezüglich eines Hypothekendarlehens, der Banken vergleichen

Am Anfang jeder Finanzierung durch ein Hypothekendarlehen steht natürlich die Auswahl eines Objektes, welches man durch die Immobilienfinanzierung erwerben möchte. Ist die Immobilie ausgewählt, kann man mit der Auswahl des geeigneten Hypothekendarlehens beginnen. Dazu sollte man die verschiedenen Angebote der Banken vergleichen, Hauptkriterium ist hier natürlich der zu zahlenden Effektivzins.

Zudem sollte man aber auch nicht vergessen, Sonderbedingungen wie beispielsweise vorzeitige Tilgungsmöglichkeiten oder Bereitstellungszinsen beim Vergleich der Anbieter zu berücksichtigen. Hat man sich für ein Angebot entschieden, kann man zunächst einen Beratungstermin bei der entsprechenden Bank machen. In dem Gespräch muss zunächst einmal geklärt werden, über welche Kreditsumme das Hypothekendarlehen aufgenommen werden soll. Die benötigten Fremdfinanzierungsmittel ergeben sich zumeist aus der Kaufsumme der Immobilie zuzüglich weiterer Kosten wie evtl. Maklercourtage etc. und abzüglich des vorhandenen Eigenkapitals.

Auch wenn es keinen festen Richtwert gibt, geht man davon aus, dass in eine „gesunde“ Immobilienfinanzierung ein Eigenkapital von mindestens 15 Prozent eingebracht werden sollte. Hat man die Höhe der benötigten Darlehenssumme festgelegt, gilt es sich im Folgenden zwischen zwei Varianten der Zinsgestaltung zu entscheiden. Der Kreditnehmer hat zum einen die Möglichkeit, die Kreditzinsen auf eine Laufzeit von fünf, zehn oder mittlerweile auch 20 Jahre festschreiben zu lassen, oder eine variable Zinsgestaltung zu wählen. Für welche Alternative man sich letztendlich entscheidet, hängt zum einen von der aktuellen Zinssituation am Markt ab und zum anderen davon, wie sich die Kreditzinsen voraussichtlich in den nächsten Jahren entwickeln werden.

Grundsätzlich kann man sagen, falls die Zinsen bei Abschluss des Darlehensvertrages recht niedrig sind und in der nächsten Zeit eher steigen werden, sollte man sich auf jeden Fall für die Zinsfestschreibung entscheiden, um sich die günstigen Zinsen so lange wie möglich zu sichern. Sind die derzeitigen Zinsen allerdings relativ hoch, sollte man eine variable Zinsgestaltung wählen, damit man später von fallenden Zinsen profitieren kann.

Die Laufzeit und die zu zahlende Rate

Wenn die Darlehenshöhe und die Zinsgestaltung inklusive der Zinshöhe geklärt sind, muss man sich im Folgenden für eine Laufzeit bzw. zu zahlenden Rate entscheiden. Man sollte hier am besten anhand der monatlichen Einnahmen- und Ausgabenrechnung prüfen, welcher Betrag für die zu zahlenden Kreditrate zur Verfügung steht. Dabei sollte man auf jeden Fall noch etwas Spielraum lassen, da die Zinsen nach Ablauf der Zinsfestschreibung möglicherweise höher sein können und dadurch auch die monatliche Kreditrate ansteigt.

Hat man sich für eine Kreditrate entschieden, so sind zunächst einmal alle „Eckdaten“ des Hypothekendarlehens geklärt. Nach der positiven Kreditentscheidung seitens der Bank kann danach die Grundschuld als Absicherung für den vergebenen Kredit zu Gunsten der Bank und zu Lasten des Kreditnehmers ins Grundbuch eingetragen werden. Das bedeutet, der Kreditgeber bleibt bis zur vollständigen Tilgung des Hypothekendarlehens Eigentümer der finanzierten Immobilie.

In dieser Funktion hat er auch das Recht, falls der Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen beispielsweise nicht ordnungsgemäß nachkommt, die Zwangsversteigerung des finanzierten Objektes durchführen zu lassen, um die Darlehensschuld mit dem Verkaufserlös zu begleichen. Die durchschnittlichen Laufzeiten des Hypothekendarlehens liegen übrigens bei ca. 20-25 Jahren, die Darlehenssummen bewegen sich in einem Rahmen von 50.000 Euro bis zu mehreren Millionen Euro.