Gefahren bei der Immobilienfinanzierung

Die Aussagen von Bausparkassenvertretern und Banken sind oftmals unvollständig. Lasse dich niemals zu einer eigenkapitalarmen oder eigenkapitallosen Finanzierungen mit 0,5 % Anfangstilgung verleiten. Den sonst kann der Traum vom eigenen Heim schnell zum Alptraum werden. Neben dieser größten Gefahr gibt es noch weitere Gefahren denen man beim Immobilienkauf Beachtung schenken sollte:

Die Restschuld:

Bei niedrigen Zinsen birgt eine Finanzierung mit zu geringer Anfangstilgung eine große Gefahr. Den nach Ablauf der Zinsbindung muss ein neues Darlehen aufgenommen werden um die Restschuld zu begleichen. Da die Zinsen bis dahin im Normalfall um einiges steigen werden, erhöht sich die monatlich zu bezahlende Rate immens.

Die Eigenleistung:

Bei dem Abschluss von Bausparverträgen wird die Arbeitskraft vom Bauherrn oft sehr zuversichtlich einkalkuliert. Dies hat zur Folge, dass ein weiterer Kredit benötigt wird, wenn der Bauherr die Eigenleistungen gar nicht oder verspätet erledigt. Eine knappe oder gewagte Finanzierung kann dann schnell ins Wackeln geraten.

Kalkultionstricks beim Bausparangebot:

Die Zinsangeben der Bausparkassen sind bei Sofortfinanzierungen missverständlich. Vorsicht ist geboten wenn der Zins für das Vorausdarlehen um einiges höher ist als der Zins für das Bauspardarlehen. Hier muss selber nachgerechnet werden, ob der Effektivzins im Endeffekt wirklich günstiger ist, als bei einem anderen Kredit.

Die Versicherungsfinanzierung:

Verwende nicht die Kapitallebensversicherung zur Finanzierung der Immobilie. Solche Anbebote hören sich verlockend an. Es wird ungefähr 10 Jahre vor dem Immobilienkauf eine Lebensversicherung abgeschlossen. Für die Bezahlung bekommt man ein endfälliges Dahrlehen. Die Auszahlung am Ende der Kapitallebensversicherung, wird zur Tilgung des Kredits verwendet. Die normale Baufinanzierung ist selbst bei hohem Dahrlehenzins günstiger als eine Finanzierung durch die Kapitallebensversicherung.

Extrakosten:

Bei den Banken gibt es große Verschiedenheiten bei den Bereitstellungszinsen. Es kann sein dass Banken bereits nach zwei Monaten ein Zinssatz von bis zu 0,25 Prozent berechnen für die Breitstellung des Geldes. Einige Banken verlangen auch Schätzkosten. Diese Kosten werden bei der Angabe des Effektivzinses aber nicht beachtet, dennoch erhöhen sie die Kosten.