Rechte und Pflichten von Hauseigentümern

Eigentum berechtigt, aber Eigentum verpflichtet auch. Die Rechte und Pflichten, die mit dem Hauseigentum einhergehen, sollten Sie vor dem Kauf gründlich überdenken, um sicherzugehen, gegen keine Vorlagen zu verstoßen und etwaige Strafen beim Zuwiderhandeln einzugehen. Neben dem BGB kommen spezielle Gesetze zum Tragen, die sowohl die Rechte als auch die Pflichten für Hauseigentümer klären.

Ihre Rechte als Hauseigentümer

Wenn Sie Hauseigentümer sind, sind Sie Eigentümer einer Sache. Ihre Rechte sind vorrangig im § 903 BGB geklärt und sie gelten, soweit sie nicht die Rechte Dritter beeinflussen. Grundsätzlich dürfen Sie mit Ihrer eigenen Sache so verfahren wie es Ihnen beliebt und Dritte von Einwirkungen jedweder Art ausschließen. Sie sind berechtigt, Ihren Eigentum zu benutzen, Veränderungen daran vorzunehmen und sogar dazu, ihn zu vernichten. Weiter sind Sie berechtigt, Ihr Eigentum gänzlich unbenutzt zu lassen – im Falle Ihres Hauses also dazu, es leer stehen zu lassen. Das Einwirken durch Fremde können Sie, wenn nötig, auch rechtlich ausschließen, beispielsweise durch eine Unterlassung oder durch das Verlangen des Beseitigens etwaiger Beeinträchtigungen – notfalls muss das auf dem Gerichtsweg durchgesetzt werden. Als Beispiel: Der Bauherr nutzt den Garten des Nachbars als Schutt- und Güllebehälterablage, da der Garten nicht genutzt wird. Der Nachbar hat das Recht, die sofortige Beseitigung zu verlangen und gegebenenfalls gerichtlich durchzusetzen.

Ihre Pflichten als Hauseigentümer

Die Liste Ihrer Pflichten als Hauseigentümer ist länger als die Ihrer Rechte, zumal die Rechte doch weiter gefasst werden als Ihre Pflichten. Unterschieden werden zivilrechtliche und öffentlich-rechtliche Pflichten. Zu Ihren Pflichten als Hauseigentümer gehören unter anderem:

  • Verkehrssicherungspflicht: Dem Zivilrecht entspringend, müssen Sie sämtliche Grundstücksflächen (Grundstück, Gebäude, Bauteile, Einrichtungen und Anlagen) verkehrssicher halten; keinem Dritten darf ein Schaden aus Ihrer Nachlässigkeit entstehen. Ihre Pflichten zum Schutz, der Vorsorge und Sicherung betreffen etwa die Schnee- und Eisbeseitigung, aber auch das regelmäßige Prüfen der Sicherheit von Spielgeräten.
  • Energetische Sanierungsmaßnahmen: Eine Ihrer öffentlich-rechtlichen Pflichten ist es beispielsweise, übergeordnete Ziele zum Allgemeinwohl zu erfüllen. Dazu gehört das Erreichen der Klimaschutzziele, die die Bundesregierung vorgegeben hat. Mithilfe von energetischen Sanierungsmaßnahmen können diese erreicht werden.

Rechte und Pflichten von Hauseigentümern

Salopp ausgedrückt, liegen Ihre Rechte als Hauseigentümer darin, zu tun und zu lassen, was Ihnen beliebt, solange Sie keine Dritten damit einschränken. Auf Ihrem Grundstück können Sie – im Rahmen geltender Gesetze – tun und lassen, was Sie wollen, inklusive dem Einschränken Dritter, wenn diese Ihr Grundstück oder Ihre Immobilie beeinflussen. Ihre Pflichten sind deutlich genauer definiert – Sie sind verantwortlich für die Sicherheit auf Ihrem Grundstück und in Ihrer Wohnimmobilie. Die Liste der Haftungs- und Bußgeldtatbestände ist ziemlich lang; im Zweifel suchen Sie einen Anwalt auf, der Ihnen fachlich versierten Rat geben kann. Entgegen zu Wohnungseigentümern sind Sie allerdings noch recht frei in Ihren Pflichten, da Sie ausschließlich für sich entscheiden und nicht im Rahmen von Wohnungseigentümerversammlungen auf Abstimmungen warten und andere Beschlüsse akzeptieren müssen.