Die Planung und der Bau einer Sauna

Haben Sie für sich entschieden, dass nur eine richtige Sauna in Frage kommt, müssen Sie einige Punkte bei der Anschaffung und Planung beachten. Sonst kann aus Entspannung schnell ein böses Erwachen werden.

Der Einsatzort

Der geplante Einsatzort der Sauna muss gewisse Voraussetzungen erfüllen. Viel Platz ist nicht nötig, etwa vier Quadratmeter reichen für eine gewöhnliche Sauna bereits aus. Allerdings sollte auch ein Ruheraum für die Zeit zwischen den Saunagängen oder die Entspannungsphase nach dem Saunagang vorhanden sein. Für den Saunaofen ist ein entsprechender Anschluss notwendig, den ein Elektriker installieren muss.

Natürlich gehört zum Saunen die Möglichkeit, sich kalt abzuduschen, deshalb muss auch ein Wasseranschluss am geplanten Ort existieren. Original finnisch wäre natürlich ein hölzerner Wasserbottich, in den man hüpft, für das Wohlgefühl ist eine Dusche aber ausreichend. Ein Zugang zum Freien ist ebenfalls unabdingbar, einerseits, um eine gute Lüftung zu gewähren, andererseits, um sich nach dem Saunagang ins Freie begeben zu können. Letzteres ist aber keine Grundvoraussetzung, es reicht also auch ein großes Fenster für die Lüftung.

Die Technik

Die entsprechende Saunatechnik ist natürlich die Basis für angenehme Saunagänge. Neben dem Ofen muss auch die Beleuchtung einwandfrei funktionieren. Hier sind Decken- oder Wandstrahler empfehlenswert. Sowohl für den Ofen als auch für die Lampen sollten Sie möglichst energiesparende Varianten wählen. Ein effizienter Elektroofen ist hier völlig ausreichend.

Alle Geräte müssen den gängigen Sicherheitsstandards genügen. Damit dies gewährleistet ist, sollte ein Elektriker die Anlage entweder einbauen, oder, falls Sie dies selbst erledigen möchten, auf jeden Fall überprüfen. Ohne Abnahme durch den Elektriker darf die Sauna nicht benutzt werden. Man braucht auf jeden Fall eine elektrische Zuleitung von 200 bis 400 Volt und die Anlage muss jährlich kontrolliert werden. Wichtig sind auch die Rettungsanker, falls beim Saunagang etwas passieren sollte. Diese sind eine Abschaltautomatik und ein Temperaturbegrenzer.

Die Schwitzkabine

Bei der Schwitzkabine muss zunächst die Entscheidung über die Bauweise gefällt werden. Sie haben die Wahl zwischen der Massivholzbauweise und der Schichtbauweise. Ist ersteres Ihr Favorit, so muss zwischen Sauna- und Zimmerwand ein Abstand von mindestens 10 Zentimetern bestehen, damit eine ausreichende Lüftung gewährleistet ist und Schimmelbildung verhindert wird.

Anders bei der Schichtbauweise. Hier wird die Feuchtigkeit durch mehrere Materialschichten gedämmt. Die Installation einer Sauna erfordert ein hohes Maß an Präzision und ist sicher nicht für Hobby-Heimwerker geeignet. Es gibt vorgefertigte Bausätze, die den Vorteil bieten, dass Sie auf Bildern bereits erkennen können, wie Ihre Sauna einmal aussehen wird. Die Bausätze selbst sind nicht teuer, allerdings muss noch Geld für die Montage eingerechnet werden.

Auf der sicheren Seite ist der Saunafreund natürlich, wenn er die Fachmänner von Beginn an am Bauprozess beteiligt. Dann ist gleich sichergestellt, dass der geplante Bauort auch alle Voraussetzungen für einen erfolgreichen Einbau vorweist und die Elektrik den Sicherheitsbestimmungen genügt. Die Kosten für den Betrieb der Sauna sind dafür äußerst gering. Für wenige Euro können Sie Ihre Wellness-Oase im eigenen Heim nutzen.